Käufer von Adress-Daten haften bei fehlender Einwilligung

Unternehmen, die Adressen zum Versenden von Werbe-E-Mails kaufen, müssen die notwendigen Einwilligungen der Adressaten persönlich überprüfen. Dieses hat das OLG Düsseldorf in einem jüngsten Urteil vom 03.11.2009 (Az.:I-20 U 137/09) entschieden. Hierzu reicht es nicht aus, dass der Erwerber dieser Adressen sich mit einer allgemein gehaltenen Zusicherung des Veräußerers begnügt.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass eine Einwilligung des Kunden in die Zusendung von Werbe-E-Mails nach dem Wortlaut des § 7 Abs. 2 Nr. 3 UWG ausdrücklich zu erfolgen hat. Eine solche Einwilligung des Kunden muss also im Datensatz der Adressdaten bei jedem einzelnen Interessen genau dokumentiert sein.

Fazit ist somit, dass jeder Käufer von Interessen Adressen das Haftungsrisiko bei fehlender Einwilligung trägt. Der Ankauf von Interessenten Adressen ohne die notwendige Vorlage der Einwilligung ist für den Werbetreibende somit wertlos.

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