Impressum für private Homepage

vg wort
Ist auch ein Impressum für private Homepage erforderlich? Dieser häufig gestellten Frage werde ich in diesem Beitrag einmal nachgehen. Unproblematisch bedürfen bekanntlich gewerbliche und geschäftsmäßige Internetauftritte ein Impressum. Das Telemediengesetz (TMG) spricht hier von einer Anbieterkennzeichnung.
Zunächst ist hier die Frage zu klären, was nun unter dem Begriff „geschäftsmäßige Telemedien“ zu verstehen ist.

Brauchen Sie auch ein Impressum für private Homepage?
Das Telemediengesetz versteht unter diesem Begriff der geschäftsmäßigen Telemedien nicht nur Angebote, die ausschließlich gewerblicher Natur sind. Demzufolge ist dieser Begriff der geschäftsmäßigen Telemedien weit auszulegen. So gesehen fallen auch Internetauftritte, die keinen kommerziellen Zweck verfolgen, wie etwa Webseiten von gemeinnützlichen Vereinen, unter der Impressumspflicht im Sinne des § 5 TMG.

Kommen wir nun auf die Frage zurück, ob die Impressumspflicht auch für private Homepage gilt. Lassen Sie mich in diesem Zusammenhang vorweg eine Frage stellen. Gibt es ein privates Internet? Hier werden Sie sicher sofort einlenken, was diese Frage soll. Die Internet ist ja bekanntlich ein öffentliches Medium und alle Webseiten, die im Internet zur Verfügung gestellt werden, sind in der Regel weltweit abrufbar.
Mit der Veröffentlichung einer Webseite im Internet verlassen Sie so gesehen den private Bereich. Die Informationen, die auf dieser Webseite dargestellt werden, sind ab diesem Zeitpunkt ja öffentlich für jedermann zugänglich.
So gesehen möchte ich die Frage, ob auch ein Impressum für private Homepage erforderlich ist, besser dahin gehend konkretisieren ob Webseiten, die keinen kommerziellen oder geschäftsmäßigen Zweck verfolgen, auch ein Impressum benötigen.
Das nicht nur rein gewerbliche oder geschäftsmäßige Webseiten ein Impressum benötigen, ergibt sich im Grunde genommen schon aus § 55 RStV (Staatsvertrag über Rundfunk und Telemedien i.d.F. des 15. RÄStV vom 21.12.2010 – im Kraft seit dem 01.01.2013), wonach auch Telemedien mit journalistisch-redaktionellen Inhalten bestimmte Anbieterkennungen, wie Name und Postanschrift des verantwortlichen Redakteur. Diese Vorschrift des § 55 Abs. 1 RStV regelt ferner auch ausdrücklich, dass auch Anbieter von Telemedien, die nicht ausschließlich persönlichen oder familiären Zwecken dienen, zumindest ihren Namen und ihre Postanschrift leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar anzubringen haben.

Demzufolge ergibt sich in diesem Zusammenhang, dass von der allgemeinen und generellen Impressumspflicht lediglich solche Telemediendienste aus­genommen, die ausschließlich einem begrenzten familiären und persönlichen Personen­kreis zur Verfügung gestellt werden. Es muss hier jedoch sichergestellt werden, etwa durch einen passwortgeschützten Zugang, dass andere Personen keinen Zugang zum eigentlichen Inhalt dieser privaten Homepage erhalten. Des Weiteren muss auch eine Indizierung solcher privaten Webseiten durch die Suchmaschinen ausgeschlossen werden. Dieses kann etwa durch Angaben in den Metatags – meta name=“robots“ content=“noindex“ – oder auch in einer speziellen robots.txt-Datei ausgeschlossen werden.


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22 Kommentare auf “Impressum für private Homepage

  1. Hallo Herr Caspar,
    wir möchten einen Chat betreiben, welcher jedoch ohne Werbung oder Einnahmen betrieben werden soll. Sämtliche Kosten für diesen Chat werden von uns privat getragen.
    Der Chat ist komplett werbefrei. Wir rechen mit ca. 10-30 User, wobei allerdings ein Gast-Zugang möglich ist. Wir möchten einen Themenfreien Chat, welcher lediglich alleine der Unterhaltung dient.
    Wir würden gerne ein Forum für registrierte User einbinden, in welchem Wünsche und Kritik geäußert werden können und das als Gästebuch fungiert. Dieses Forum wird über einen Drittanbieter kostenfrei zur Verfügung gestellt (forumprofi.de). Im Forum werden von forumprofi.de Werbebanner geschaltet. Darüber finanziert forumprofi.de ihr kostenloses Angebot. Unser Chat ist daran selbstverständlich nicht beteiligt.
    Bei einer Suche über eine Suchmaschine wird unser Chat zu finden sein. Wäre unsere Seite impressumspflichtig? Wenn ja, was müssten wir tun, damit unser Chat keiner Impressums-Pflicht unterliegt?
    Vielen herzlichen Dank für Ihre Bemühungen.

    • Bei einer solchen Chat-Plattform an der lediglich 10 – 30 Nutzer beteiligt sind, könnte es sich noch um einen reinen Privat-Chat handeln, wo eines Impressumspflicht nicht besteht. Voraussetzung ist jedoch, dass neue Chat-Nutzer ausschließlich über eine private Empfehlung von bereits vorhandenen Nutzer sich registrieren können.
      Da jedoch eure Chat-Plattform auch über die Suchmaschinen auch gefunden werden soll, besteht hier ja gerade auch für Nutzer, die nicht mehr zum engsten Familien- und Freundeskreis von vorhandenen Nutzer zählen, die Möglichkeit sich an dieses Chat zu beteiligten.

      Weiter findet bei einem Chat ja auch eine Interaktion steht, wo zugleich personenbezogenen Daten über das Internet übertragen werden. Zumindest findet eine Übertragung der IP-Adresse statt, welche nach allgemeine Rechtsauffassung auch zu den personenbezogenen Daten zählt. Von daher ist für eure Chat-Plattform auf jeden Fall eine Datenschutzerklärung zwingend erforderlich. Diese muss nach der seit dem 25. Mai 2018 geltenden DSGVO auch Name und Kontaktdaten des verantwortlichen Betreibers dieser Plattform enthalten. Zu den Kontaktdaten des Betreibers gehört auch eine ladungsfähige Postanschrift, die im EU-Raum liegen muss. Eine Postfachadresse genügt diesen Anforderung nicht.

      Insofern unterliegt euer Chat schon aus datenschutzrechtlichen Gründen der Impressumspflicht.

  2. guten Tag

    wenn man nun eine private Webseite hat, wie verhält es sich mit den Angaben im Impressum von Name und Wohnort? hat man hier kein Recht auf Privatschutz wenn jeder weiß wo ich wohne?
    fällt das nicht unter Datenschutz

    • Private Webseiten unterliegen – wie ich im Beitrag geschrieben habe – nach dem TMG unter 2 Voraussetzungen der Impressumpflicht:
      1. Die Webseite verfolgt kommerzielle Zwecke. Diese Voraussetzung ist bereits dann gegebenen wenn auch nur ein Werbebanner auf der Website eingebunden ist.
      2. Die Website enthält journalistisch-redaktionelle Inhalte, welche der Meinungsbildung dienen.

      Für private Website gilt diese Impressumspflicht jedoch nur, falls diese für Jedermann öffentlich zugänglich ist.
      Es ist zwar richtig, dass zu einer solchen Anbieterkennung auch eine ladungsfähige Postanschrift gehrt. Eine Postfachadresse ist hier nicht ausreichend.

      Nun ist es auf der anderen Seite auch verständlich, dass gerade Privatpersonen, die im Internet geschäftlich tätig sind, ihre private Adresse nicht unbedient preisgeben möchten.

      Von daher gibt es auch die Möglichkeit sich eine legale sogenannte Domizil Adresse, beispielsweise eine Auslandsadresse zu zulegen. Hier gibt es verschiedene Anbieter. Jedoch muss man darauf achten, dass an dieser Adresse eine empfangsbereite Person anwesend ist, die Brielsendungen auch entgegen nehmen können.

      Hier kann ich eine zuverlässige Adresse in Spanien von meinem Partner Rainer Emmerich empfehlen. Es handelt sich um die „Spain Post Box„, welche auch sehr günstige Tarife hat. Mehr Informationen hierzu findest du über den folgenden Link: http://goo.gl/Q1Bu4X.

  3. Hallo,

    es ist ja mittlerweile möglich, dass man auf sogenannte Filehosting-Dienste für Software-Entwicklungsprojekte (z.B. GitHub, BitBucket etc.) seine Projekte unterbringen und dazu eine Art Wiki-Seite für sein Projekt einrichten kann. Auf meinen Wiki-Seiten wird mein unvollständiger (OpenSource) Projekt vorgestellt etc. Diese Wiki-Seiten sind allerdings noch nicht vollständig. Frage an dieser Stelle. Sind solche Wiki-Seiten auch von Impressum-Pflichten betroffen? Denn ich habe mir einige Projekte auf BitBucket und/oder GitHub angeschaut und dort konnte ich nirgends ein Impressum finden. Vor diesem Hintergrund habe ich auf meinen Wiki-Seiten ebenfalls keine Eingerichtet.

    Damit Sie sich ein Bild von dem machen können, was ich meine, hier meine Adresse: http://www.xarphus.de (diese Adresse dient NICHT als Werbung)

  4. Hallo,
    ich möchte für bestimmte, nur von mir zugelassene Benutzer, einen kostenlosen Chat betreiben. Dabei handelt es sich um Chatter, die ich von anderen Plattformen kenne und um deren Bekannte. Die ursprüngliche Plattform gibt es nicht mehr, daher möchte ich diesen Leuten eine Möglichkeit bieten sich weiter unterhalten zu können.
    Eine freie öffentliche Registrierung ist nicht möglich. Auch gibt es keinen Gastzugang. Es können sich nur Benutzer einloggen, welche ich selbst händisch angelegt habe. Gespeichert wird dabei nur der Nickname, eine Emailadresse (keine real vorhandene) und das Passwort, welches der Nutzer beim ersten Einloggen sofort ändern muss.
    Die Seite enthält keinerlei Werbung (ausschließlich den Chat), lediglich ein Logo der Chatsoftware sowie ein Link zu dem „Hersteller“ der Software. Es handelt sich dabei um eine OpenSource Chatsoftware die frei erhältlich ist, frei verwendet, modifiziert, benutzt und kopiert werden darf. Einzige Bedingung ist eben der Link zu der Software. Damit kann man aber kein Geld verdienen und da die Software OpenSource ist, wird auch der „Hersteller“ kein Geld damit verdienen.
    Ich habe eine Datenschutzerklärung eingebaut, in der auf die Speicherung der IP Adresse usw. hingewiesen wird, sowie die nichtweitergabe der Daten, etc. (Wie lange muss ich diese Daten eigentlich speichern? Darf ich das Logging ganz abschalten?)
    Außerdem gibt es Nutzungsbedingungen in denen steht, dass kein Anrecht auf die Nutzung bzw. die Verfügbarkeit des Dienstes besteht, dass ich mich von Inhalten von Verweiszielen distanziere und dafür keine Haftung übernehme, sowie eine Urheberrechtsklausel (nur Verwendung von lizenzfreien Grafiken, …).
    Die Nutzer werden beim Einloggen ebenfalls darauf hingewiesen, dass sie dafür Sorge zu tragen haben, dass sie die Rechte an den verwendeten Profilbildern haben.
    Jetzt stellt sich mir die Frage, ob ich für diesen Chat unter Berücksichtigung all dieser Punkte auch noch ein Impressum benötige und wenn ja, ob es dann ausreichend ist, dass nur die tatsächlichen Nutzer des Chats, die sich eingeloggt haben Zugriff auf das Impressum bekommen oder auch bereits bei der Anmeldeseite jedermann zugänglich sein muss?
    Es gab bereits einen „Spielverderber“ der mir während des Testbetriebs androhte rechtliche Schritte einzuleiten, aufgrund des fehlenden Impressums. Während des Testbetriebs war die öffentliche Registrierung leider noch teilweise aktiv und er hat versucht sich darüber anzumelden. Die von Ihm übermittelten Daten (Emailadresse und Nickname) habe ich umgehend gelöscht.

    • Hallo Thomas,
      entschuldige das ich deinen Kommentar erst jetzt freigeschaltet habe und dir eine Antwort auf deine Frage gebe.

      Zur Frage, ob du für diesen Chat ein Impressum benötigt:
      Dieses hängt davon ab, ob man hier von einem Chat reden kann, der nur für einen bestimmbaren Freundes- oder Bekanntenkreis zugänglich. Wie du schreibst können in diesem Chat-Forum nur Leute, die du selber kennst. beziehungsweise die deine Freunde kennen, zugelassen und registriert werden. Insofern würde es sich in der Tat um ein rein privates Chat-Forum handeln, wobei keine Impressumspflicht besteht.
      Jedoch ist auch hierbei zu beachten, dass die Anzahl der Personen überschaubar ist. Kritisch wird ein solcher privater Chat dann, wenn bei diesem Chat so in etwa 80 bis 100 Leute registriert sind, da man bei dieser Anzahl von Personen nicht mehr davon ausgehen kann, dass hier eine persönliche Beziehung zu dir als Betreiber besteht.

      Hinsichtlich der Haftungsfrage:

      Als Betreiber dieses Chat bis du für deine eigene Inhalte, die du in den Chat einbringst auf jeden Fall selber verantwortlich.
      Was die Haftung für Inhalte der anderen Chat-Teilnehmer greift hier die sogenannte Störerhaftung. Diese besagt, dass du für fremde Inhalte als Betreiber nicht haftbar gemacht werden kannst, sofern du keine Kenntnis von der Rechtswidrigkeit dieser Inhalte hast. Sobald du jedoch von jemand auf solche rechtswidrige Inhalte aufmerksam macht, bis du verpflichtet unverzüglich zu reagieren, und diese Inhalte von der Seite entfernen muss. Unterlässt du diese Verpflichtung, so kannst du vom berechtigten Rechteinhaber selber kostenpflichtig abgemahnt werden.

  5. Benötige ich für eine Stammbaumseite, die Daten lebender Personen sind passwort geschützt, die aber auch von „Gästen“ aufgerufen werden kann, ebenfalls ein Impressum? Unter der Rubrik „Info“ sind auch Links für den Dawnload kostenfreier Programme wie z. B. TeamViewer aufgeführt.

    • Da es sich bei den Person auf einer Stammbaum-Seite in der Regel nicht mehr um eine Persongruppe handelt, die nicht mehr zum unmittelbaren Familien- und Freundeskreis zählen dürften, wäre hier eine Impressumspflicht eindeutig zu bejahen.

      Wie du selber weiter schreibst, können sich zudem auch Gäste, wo Personen, die nicht in diesem Stammbaum erwähnt sind, registrieren. Sofern diese Gäste die Möglichkeit haben sich direkt auf der Website zu registrieren, um den Zugang zum geschtzten Bereich zu erhalten, läge ohnehin eine öffentlich Zugänglichmachung vor, sodass schon aus diesem Grund eine Impressumspflicht gegeben wäre.

      Da gerade bei einer Stammbaum-Webseite, auf welcher auch persönliche Daten von lebenden Personen, von anderen – wenn auch über einen Password geschtzten Zugang – eingesehen werden können, sind hier auch Persnlichkeitsrechte betroffen. In diesem Fall benötigst du zur Verffentlichung dieser Daten auf jeden Fall die ausdrückliche Einwilligung dieser Personen.

  6. Wie sieht das eigentlich aus bei privaten Autorinnen, welche im Selbstverlag kontroverse Literatur anbieten und bei Identifikation mit direkten persönlichen Repressalien rechnen müssen?

    Zum Beispiel reden wir bei LGBT-Literatur ganz schnell mal von handfesten Morddrohungen, Stalking, et cetera, welche eine Autorin oft ohne Vorwarnung ereilen können, falls ihre Meinungsäußerungen von gewissen Personengruppen „entdeckt“ werden.

    Man kann doch wohl kaum ernsthaft erwarten, dass private Autoren und Autorinnen sich in solchen Fällen mit privaten Wachdiensten schützen sollen. Auch ist nicht sinnvoll zu verlangen, dass die sich alle ein Büro mieten müssen, um eine zweite Adresse zu haben. Ganz zu schweigen davon, dass man nicht alle zwingen kann sich einen Verlag zu suchen, denn damit würde man de facto 99% der Publikationen komplett verhindern und außerdem durch den Filter der kommerziellen Verlage die Publikationen auf den umsatzstarken Mainstream verengen, welcher für eine Vielzahl künstlerischer Werke gar nicht infrage kommt.

    Müsste hier nicht eigentlich das recht schwache Interesse der Öffentlichkeit an einer Privatadresse nicht hinter das stärkere Interesse der Betroffenen sich vor persönlichen Repressalien zu schützen zurücktreten?

    Wie sollen Betroffene also damit umgehen? Kein Impressum online stellen weil eine Abmahnung immer noch besser ist als Mordrohungen und Stalker? Oder demokratische Meinungsäußerungen besser gleich unterlassen? Lieber christlich-abendländische, heterosexuelle Hoppelhäschen statt schwule Beziehungskiste mit Migrationshintergrund, damit man die Nacht durchschlafen kann?

    • Grundsätzlich verlangt das Telemediengesetz, für Webseiten die einen geschäftlich oder kommerzielen Zweck verfolgen, dass unter anderem eine ladungsfähige Postanschrift im Impressum gehrt. Eine Postfachadresse ist hier nicht ausreichend.

      Nun ist es auf der anderen Seite auch verständlich, dass gerade Privatpersonen, die im Internet geschäftlich tätig sind, ihre private Adresse nicht unbedient preisgeben mchten.

      Von daher gibt es auch die Möglichkeit sich eine legale sogenannte Domizil Adresse, beispielsweise eine Auslandsadresse zu zulegen. Hier gibt es verschiedene Anbieter. Jedoch muss man darauf achten, dass an dieser Adresse eine empfangsbereite Person anwesend ist, die Brielsendungen auch entgegen nehmen können.

      Hier kann ich eine zuverlässige Adresse in Spanien von meinem Partner Rainer Emmerich empfehlen. Es handelt sich um die „Spain Post Box„, welche auch sehr günstige Tarife hat. Mehr Informationen hierzu findest du über den folgenden Link: http://goo.gl/Q1Bu4X.

      P.S. Zur Zeit wird diese Webseite überarbeitet. Bei Interesse kannst du den Anbieter über die angegebene E-Mail-Adresse auf dieser Seite kontaktieren, um mehr Informationen zu bekommen.

  7. Hallo,

    wie sieht es bei einer privaten „.org“-Website aus, die ausschließlich in englischer Sprache vorliegt (aber bei einem deutschen Provider gehostet ist) und die ausschließlich meine völlig kostenlosen und komplett quelloffenen Programme zum Download zur Verfügung stellt?

    Den typischen englischen „5-Punkte-Disclaimer“ („Content“, „Referrals of links“, etc.) würde ich der Seite ebenfalls hinzufügen. Genügt es da, einen Namen und eine E-Mail-Adresse zu hinterlassen oder müsste ich auch ein deutsches Impressum hinterlassen?

    Danke im Voraus!

    • Für die Frage, ob deine Webseite dem deutschen Telemediengesetz (TMG) unterligt, kommt es maßgeblich darauf an, an welchen Zielmarkt sich deine Webseite richtet. Unerheblich ist dabei der Sitz des Servers. Allenfalls dein Wohnort beziehungsweise dein Firmensitz können eine Rolle spielen. Liegt dieser Ort in Deutschland, so spricht eigentlich dafür, dass hier das TMG Anwendung findet. Die Sprache der Webseite kann zur Bestimmung des Zielmarktes zwar mit herangezogen werden, ist jedoch nicht das einzige Kriterium.

      Was unter dem Begriff der geschäftlichen Tätigkeit im Sinne des § 5 TMG zu verstehen ist, wird von der Rechtsprechung weit ausgelegt. Hierunter sind auch Tätigkeiten oder Dienstleistungen zu verstehen, die nicht unmittelbar eine Gewinnerzielungsabsicht haben. So kann das Anbieten von kostenlosen Produkten als geschäftliche Tätigkeit angesehen werden. Dieses wäre etwa dann der Fall, wenn dein kostenloses Angebot deinem Branding als Programmierer dienen soll.

      Zu dem vollständigen Impressumsangaben gehört auf jeden Fall neben deinem vollständigen Namen auch eine ladungsfähige Postanschrift. Eine Postfach-Adresse genügt diesen Angaben jedoch nicht.

      Sofern du jedoch deine private Wohnadresse nicht angegeben willst, besteht auch die Möglichkeit sich eine Domizil Adresse, beispielsweise eine Auslandsadresse zu zulegen. Dieses ist eine völlig legale Möglichkeit, sofern es sich um einen seriösen Anbieter handelt. Hier kann ich dir einen zuverlässigen Anbieter in Spanien von meinem Partner Rainer Emmerich empfehlen. Es handelt sich um die SpainPostBox, welche auch sehr günstige Tarife hat. Mehr Informationen hierzu findest du über diesen Link.

      • Vielen Dank für die ausführliche Antwort!

        Zielmarkt habe ich eigentlich keinen (international zugänglich), sprich, egal aus welchem Land sich jemand etwas herunterladen möchte kann er dies tun, „frei für alle“ sozusagen. Ich habe die englische Sprache für die Website und meine Projekte verwendet, da dies die Weltsprache ist und denke ich von den meisten Menschen verstanden werden kann.

        Branding als Programmierer? Ich habe die Programme für mich und/oder Freunde geschrieben und hochgeladen, damit sich Personen, welche diese evtl. gebrauchen können herunterladen und verwenden können (auf eigenes Risiko, was ich auch mehrmals auf der Website und in den Programmen selbst erwähne).

        Ich mache keinerlei Werbung für die Projekte, preise diese auch nirgendwo an und biete diese Projekte auch auf keiner Software-Seite wie beispielsweise CHIP, Heise Software o. ä. an.

  8. Hallo,
    ich habe gestern erfahren, das auch Facebookseiten ein Impressum brauchen und bin beim Informieren hierauf gestoßen. Zur Erklärung: Ich habe eine kleine Facebookseite, auf der ich meine selbstgenähten Sachen (für mich und meinen Sohn!) zeige. Ich betreibe kein Gewerbe und verkaufe auch nichts. Ich präsentiere dort lediglich die Sachen und freue mich über ein paar Likes. Sowie viele andere Nähblogger auch. Nun finde ich, das meine Seite Privat ist und verstehe nicht, warum ich ein Impressum angeben soll! Ich möchte nicht, das dort meine Adresse steht. Ich habe einen kleinen Sohn und trage die Verantwortung für uns alleine. Meine Adresse ist einfach zu privat. Was denken sie darüber?

    • Sofern deine Facebook-Seite reinen privaten Charakter hat und auch keine redaktionellen Inhalte dort veröffentlicht, wäre ein Impressum entbehrlich.
      Der Begriff der geschäftlichen Nutzung wird jedoch weit ausgelegt. Beispielsweise reicht ein Werbebanner oder eine Empfehlung für ein bestimmte Geschäft, dass du besonders toll findest schon aus, um eine geschäftliche Nutzung zu bejahen. Hier wäre also eine Impressumspflicht gegeben.
      Aber auch nach $ 55 RStV ist bei journalistisch-redaktionellen Inhalten auf jeden Fall der vollständige Name und die Postanschrift anzugeben. Eine redaktionelle Nutzung liegt bereits vor, wenn du Links zu bestimmten tagesaktuelle Themen auf deiner Facebookseite postet.

      Der eigentliche Grund warum aber gerade Facebookseiten (auch Fanpage genannt) der Impressumspflicht unterliegen, liegt vielmehr daran begründet, dass – im Gegensatz zur privaten Facebook-Profilseite – eine Facebookseite ein eigenständiges Telemedium im Sinne des Telemediengesetz (TMG) ist. Bei einer Fanpage hast du ja einen gewissen einen Gestaltungsspielraum. So kannst du z.B. bestimmte Unterseiten, etc. etwa anlegen.

      Wenn du den Dienst von Facebook wirklich rein zu privaten Zwecken nutzen willst, würde ich in deinem Fall dir eher Raten, hierfür die private Profilseite zu nutzen, zumal hier noch zu erwähnen sei, dass du bei der Facebook-Profilseite wesentlichen mehr Möglichkeiten hast, deine Privatsphäre zu schützen. So kannst du in den Privatsphären-Einstellung ganz genau festlegen, war bestimmte Beiträge sehen kann und auch geteilt werden können.

    • Ganz richtig. Zur Erklärung nochmal!
      Die Impressumspflicht gilt für alle eigene Telemedien, die zu geschäftlichen Zwecken genutzt werden. Außer einer eigenen gehosteten Website gibt es ja noch weitere Portale, die ich zu geschäftlichen Zwwecken nutzen kann. Hierzu gehören auf jeden Fall auch die Social Media Portale, wie etwa eine eigene Seite bei Facebook oder GooglePlus.

  9. Hallo Dieter,
    das ist ja gut das Du hier mal darüber schreibst, hoffentlich schauen sich diese Leute denen das fehlt auch mal diesen Artikel an. Da bekommt man ständig Mails bei denen weiß man nicht wer dahinter steckt. Naja früher oder später sind die Leute dann auch mal „dran“! Vg. Maik Strunk

  10. Gut, dass hier einmal auf die Impressumsplicht auch für private Homepages und Blogs hingewiesen wird. Sicher wissen viele User nichts davon. Und da ständig Abmahn-Abzocker im Internet auf der Suche nach dem schnellen Geld sind, sollte sich jeder Internetnutzer auch ein wenig mit den Thema Internetrecht auseinandersetzen.

  11. Das ist ein wirklich interessanter Artikel; ich hätte nicht gedacht, dass die Impressumpflicht auch bei einer privaten Homepage so eng gesehen wird. Das sollte wirklich mal öfter publiziert werden.

    Ich habe mir deshalb erlaubt, diesen Artikel in Google + und Twitter zu teilen 😉

  12. Ich hatte mir zu Anfang auch überlegt ob ich ein Impressum brauche oder nicht. Nachdem ich seit ein paar Tagen adsense draufgemacht habe stellt sich die Frage nicht mehr, denn da muss ein Impressum drauf. Ich denke, wenn man eine Webseite online stellt, dann sollte schon ein Impressum drauf sein, dann ist man auf der sicheren Seite.

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